Neues „Hochwasser-Infoportal“: Risiken erkennen und gezielt vorsorgen
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Überflutung von Straßen in Folge von Starkregen in Berlin 2017
Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller oder beschädigte Infrastrukturen – insbesondere durch Starkregen ausgelöste Überflutungen führen in Berlin regelmäßig zu erheblichen Schäden. Die Ereignisse der Jahre 2017 und 2019 haben die Problematik deutlich aufgezeigt und den Handlungsbedarf unterstrichen.
Individuelles Risiko einfach ermitteln
Mit Hochwasser sind sowohl durch Starkregen ausgelöste Überflutungen als auch Flusshochwasser gemeint. Das neue Hochwasser-Infoportal ermöglicht es Bürger:innen, sich niedrigschwellig über ihr individuelles Hochwasserrisiko zu informieren.
Mithilfe eines benutzerfreundlichen Eingabeformulars und eines Fragebogens können sie die Gefährdung und das Risiko an ihrem Standort berechnen und die Ergebnisse als Report herunterladen. Ergänzend bietet das Tool Hinweise zu Notfall- und Vorsorgemaßnahmen sowie zu Zuständigkeiten im Hochwasserschutz.
Vorsorge als gemeinsame Aufgabe
Der Umgang mit Hochwasserrisiken ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Neben Verwaltungen und Infrastrukturbetrieben sind auch Bürger:innen in der Verantwortung, selbst Maßnahmen zur Vorsorge und zum Schutz vor Hochwasser zu ergreifen. Das Portal unterstützt dabei, die eigene Situation besser einzuschätzen und geeignete Maßnahmen abzuleiten.
Datengrundlage und Entwicklung
Grundlage des Tools sind Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten, die räumlich über Gefährdungen durch Starkregen und Flusshochwasser informieren. Entwickelt wurde das Portal von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt gemeinsam mit der Technologiestiftung Berlin und dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin. Die Berliner Regenwasseragentur hat fachlich unterstützt.
Das Hochwasser-Infoportal ist Teil des Projekts „SmartWater“ im Rahmen der Smart-City-Strategie „Gemeinsam Digital: Berlin“ und wird im Modellprojekt Smart Cities durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie die KfW gefördert.
Online verfügbar und öffentlich vorgestellt
Das Tool ist seit dem 12. Mai 2026 online verfügbar und unter www.hochwasser.berlin.de erreichbar. Ziel ist es, die Eigenvorsorge zu stärken, Transparenz zu schaffen und einen Beitrag zur Risikominderung bei Hochwasserereignissen zu leisten.
Am 6. Juni 2026 wird das Informationstool im Rahmen der Lange Nacht der Wissenschaften 2026 der Öffentlichkeit vorgestellt.