"Treffpunkt Bauwende" zeigt Lösungen für klimaresiliente Städte

Ein neues Kooperationsprojekt in Berlin-Mitte zeigt bis 25. Oktober, wie Dach- und Fassadenbegrünung, Regenwassernutzung und Freiraumgestaltung Städte widerstandsfähiger machen können.

28.05.2026

Ausstellung

Ausschnitt des Biodiversitätsgründachs auf dem Besucherzentrum der Gärten der Welt in Marzahn Silke Reents

Biodiversitätsgründach auf dem Besucherzentrum der Gärten der Welt in Marzahn

Ausstellung startet am 8. Juni in Berlin

Am 8. Juni 2026 eröffnen die Bundesstiftung Bauakademie, der Bundesverband GebäudeGrün und die Berliner Regenwasseragentur auf dem Grundstück der Bauakademie am Schinkelplatz 1 in Berlin-Mitte den „Treffpunkt Bauwende – Blau-Grünes Bauen“.

Das Kooperationsprojekt mit Ausstellung und Interventionen zeigt, wie sich Städte und Siedlungen mit begrünten Dächern und Fassaden, Regenwasserspeichern, Versickerungsanlagen, Klimabäumen und vielem mehr an die Folgen des Klimawandels anpassen können. Die Ausstellung ist bis 25. Oktober frei zugänglich.

Experimentierraum für die Bauwende

Die Bundesstiftung Bauakademie nutzt das Grundstück bis zum Baubeginn des künftigen Bauakademie-Gebäudes als Experimentierraum für die Themen der Bauwende. Nach dem Auftaktprojekt „Regeneratives Bauen“ im Jahr 2025 steht nun das Thema „Blau-Grünes Bauen“ im Mittelpunkt.

Gemeinsam mit Universitäten, öffentlichen Verwaltungen, Unternehmen, Start-ups und Initiativen installieren die Projektpartner Prototypen und Praxisbeispiele auf dem Gelände.

Was Blau-Grünes Bauen leisten kann

Blau-Grünes Bauen verbindet die Potenziale von Wasser und Vegetation in der gebauten Umwelt. Maßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünung, Regenwasserspeicherung, Versickerungsanlagen und verschattete Freiräume können städtische Hitze mindern, natürliche Wasserkreisläufe stärken und die Kanalisation entlasten.

Zugleich tragen sie dazu bei, Gewässer und Trinkwasserreserven zu schützen, die Artenvielfalt zu fördern und die Lebensqualität in dicht bebauten Quartieren zu verbessern. Vor dem Hintergrund zunehmender Extremwetterereignisse wie Starkregen, Hitze und Trockenheit gewinnen diese Ansätze für Stadtplanung und Architektur an Bedeutung.

Ausstellung

Die Ausstellung ist modular aufgebaut und rund um die Uhr frei zugänglich. Unternehmen, Start-ups und Initiativen präsentieren konkrete Lösungen – von einfachen Sofortmaßnahmen bis hin zu integrierten Gebäudekomponenten.

In Zusammenarbeit mit der Technische Universität Berlin werden außerdem zwei Forschungsprojekte ausgestellt und wissenschaftlich begleitet. Ausstellungstafeln mit Praxisbeispielen aus ganz Deutschland ergänzen die Installationen auf dem Gelände. Zusätzlich wird ein Audioguide angeboten.

Gerahmt wird die Ausstellung von einer begrünten Ausstellungsarchitektur, welche zum Verweilen einlädt. Sie wurde mit der Baumschule des Grünflächenamtes Charlottenburg-Wilmersdorf entwickelt und umgesetzt.

Begleitprogramm

Begleitend zur Ausstellung sind drei Fachdialoge zum blau-grünen Bauen auf Gebäude-, Nachbarschafts- und Quartiersebene geplant. Hinzu kommen Führungen für Fachpublikum und interessierte Öffentlichkeit, unter anderem im Rahmen des Weltkongress GebäudeGrün 2026, des Tags der Architektur und der Woche der Klimaanpassung. Außerdem sind Hands-on-Workshops vorgesehen.

Die Veranstaltungen im Überblick finden Sie auf der Website der Bundesstiftung Bauakademie.