Future Living Berlin Adlershof

Projektstatus

Umgesetzt/Fertiggestellt

Standort

Berlin, Treptow-Köpenick

Projekttypologie

Quartier

Maßnahme

Dachbegrünung Versickerung

Fertigstellung

12/2020

Grundstücksfläche

7.600 qm

Wohneinheiten

90

Kurzbeschreibung

Beim Bauvorhaben Future Living® Berlin in Adlershof wurden smartes Wohnen, EnergiePlus-Bauen und dezentrale Regenwasserbewirtschaftung klug kombiniert. Ein aktuelles Umsetzungsbeispiel für nachhaltiges Bauen in Berlin.

Das Quartier Future Living Berlin aus der Vogelperspektive

Blick auf einen Teil der Außenanlagen des Quartiers Future Living Berlin

Blick auf einen Teil der Außenanlagen des Quartiers Future Living Berlin

Blick auf einen Teil der Außenanlagen des Quartiers Future Living Berlin

Blick auf einen Teil der Außenanlagen des Quartiers Future Living Berlin

Projektdetails

Im Bebauungsplan wurde vorgegeben, dass das Regenwasser komplett vor Ort bewirtschaftet werden muss. Der Technologiepark Adlershof wurde als »Schwammstadt« geplant. Das Stadtgebiet ist zwar an einen Retentionsbodenfilter gekoppelt, doch dieser ist ausgelastet. Als Herausforderung kam hinzu, dass das Grundwasser am Standort dicht unter der Oberfläche ansteht, weshalb unterirdische und platzsparende Rigolen als Entwässerungsmaßnahme ausschieden.

Beim Bauvorhaben Future Living® Berlin entstand ein Zukunftsmodell für vernetzte Stadtquartiere. Die Planungsgrundsätze lauten: Smart, nachhaltig und für jede:n zugänglich.

 

Die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung als Element des nachhaltigen Bauens war Voraussetzung – und wurde gewinnbringend im Konzept integriert. Von Anbeginn standen intelligente und digital vernetzte Lösungen für Wohnen und Mobilität in der Zukunft im Fokus des Bauvorhabens. Zudem wurden Plusenergiehäuser umgesetzt. Darunter verstehen sich Häuser mit einer positiven jährlichen Energiebilanz.

Es wurden zahlreiche Mulden angelegt, in denen das Wasser versickern kann. Dazu wurde das Grundstück an der Südseite etwas erhöht.  Aufgrund der hohen Grundwasserstände schieden Rigolen aus. Zusätzlich wurde etwa die Hälfte der Dächer begrünt, um das Regenwasser zurückzuhalten und die Verdunstung zu erhöhen. Für die positive Energiebilanz befinden sich auf der Hälfte der Schrägdächer Photovoltaikanlagen, die einen Energieüberschuss produzieren.

Trotz fortgeschrittener Planung wurde das ursprüngliche Konzept nochmals auf Wirtschaftlichkeit angepasst: Der Kostenfaktor – insbesondere die Folgekosten der Pflege und Instandhaltung – sprach gegen die Realisierung einer Intensivbegrünung. Eine Fassadenbegrünung, auch nur mit einfachen Kletterranken, war in Verbindung mit der für den geplanten Energie-Plus-Standard notwendigen Gebäudehülle nicht zu realisieren.

 

Die gesamten Baukosten liegen bei 39 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgte zu 100 Prozent privat über die DKB.

Auf dem Gelände wurde komplexe Technik installiert. Das anfallende Regenwasser darf also keinesfalls in die Häuser laufen. Entsprechend wichtig war auch die Starkregenvorsorge. Für das Grundstück musste ein sogenannter Überflutungsnachweis erbracht werden. Dieser belegt, dass Wasser bei einem Starkregenereignis schadlos zurückgehalten bzw. einem übergeordneten Regenwassermanagement zugeführt werden kann.

Dokumentation

Weiterführende Links

Regenwasser-Management