Buckower Felder

Projektstatus

in Planung oder Bau

Standort

Berlin, Neukölln

Projekttypologie

Quartier

Maßnahme

Dachbegrünung Fassadenbegrünung Regenwassernutzung Urban Wetlands‚ Verdunstungsbeete oder künstliche Wasserflächen Versickerung Baumrigolen, Tiefbeet-Rigolen, Mulden-Rigolen

Planungsbeginn

08/2017

Fertigstellung

01/2025

Grundstücksfläche

16 ha

Versiegelte Fläche
(nach Fertigstellung)

23.000 qm

Wohneinheiten

900

Kurzbeschreibung

Ziel des Regenwasserbewirtschaftungskonzeptes für das neue, ca. 16,2 ha große Quartier “Buckower Felder” ist es, unter Berücksichtigung der schwierigen örtlichen Randbedingungen eine wirtschaftliche und am natürlichen Wasserkreislauf orientierte Entwässerung öffentlicher und privater Verkehrsflächen zu entwickeln. Dabei wurde ein besonders diversitäres Entwässerungskonzept entwickelt, in dem auf viele verschiedene Maßnahmen mit den Komponenten Versickerung, Rückhaltung und Verdunstung zurückgegriffen wird. Die Planung umfasst neben dem Ziel des Entwässerungskomforts auch die Aspekte Starkregen sowie Stadtklima. Die Maßnahmen entsprechen den Regeln der Technik, sind betrieblich sicher, wirtschaftlich und schaffen gleichzeitig einen gestalterischen und stadtklimatischen Mehrwert.

Luftbild 220705 Landschaftspark und Baustraßen

Baumrigole C Ost 220405 Herstellung der Baumrigolen

Projektdetails

Am südlichen Stadtrand Berlins, im Stadtbezirk Berlin-Neukölln, befinden sich im Ortsteil Buckow die Buckower Felder. Geplant ist die Errichtung eines neuen Stadtquartiers mit ca. 900 Wohneinheiten durch die STADT und LAND. Der Bau begann im Oktober 2021, die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für 2024 geplant. Das Projektgebiet befindet sich auf der Teltow-Hochfläche, dies birgt einige Herausforderungen für eine dezentrale Regenwasserbewirtschaftung.

Ziel des Regenwasserbewirtschaftungskonzeptes für die neuen, ca. 16,2 ha großen “Buckower Felder“ ist es, unter Berücksichtigung der schwierigen örtlichen Randbedingungen eine wirtschaftliche und am natürlichen Wasserkreislauf orientierte Entwässerung öffentlicher und privater Verkehrsflächen zu entwickeln. Dabei wurde ein besonders diversitäres Entwässerungskonzept entwickelt, in dem auf viele verschiedene Maßnahmen mit den Komponenten Versickerung, Rückhaltung und Verdunstung zurückgegriffen wird. Die Planung umfasst neben dem Ziel des Entwässerungskomforts auch die Aspekte Starkregen sowie Stadtklima. Die Maßnahmen entsprechen den Regeln der Technik, sind betrieblich sicher, wirtschaftlich und schaffen gleichzeitig einen gestalterischen und stadtklimatischen Mehrwert.

Die Entwässerung der 23.000 m² großen Verkehrsfläche wird über folgende Maßnahmen realisiert:

  • Mulden-Rigolen
  • Tiefbeet-Rigolen
  • Baumrigolen

Das Gebiet ist abflusslos, das bedeutet, dass das gesamte Regenwasser von den 16 ha vor Ort bewirtschaftet werden. Als Drosselabflussziel der vernetzten Systeme wird eine 7.300 m² große Multifunktionsfläche im Landschaftspark angelegt.

Die gesamte Baumaßnahme wird durch STADT und LAND finanziert, die Anlagen für die Straßenentwässerung der später öffentlichen Straßen werden nach Fertigstellung an die Berliner Wasserbetriebe übergeben.

Ein besonderer Schwerpunkt in der Planung liegt auf der innovativen Lösung, in der Planstraße C und den Angerplätzen 3 und 4 Baumrigolen zur Entwässerung öffentlicher Verkehrsflächen zu verwenden. Hierdurch wird im Rahmen des Pilotprojekts Buckower Felder in Zusammenarbeit mit den Berliner Wasserbetrieben erstmalig in Berlin ein Rigolenelement im öffentlichen Straßenraum erprobt, welches zugleich die Pflanzgrube eines Straßenbaums bildet. Nach Fertigstellung werden die Planstraßen B und C ein ähnliches Bild ergeben, wie das abgebildete Beispiel aus der Rummelsburger Bucht, welches bereits vor 25 Jahren umgesetzt wurde. Bei den Buckower Feldern ist der Baum jedoch schon während der Planung der Entwässerungsanlagen berücksichtigt und in das Konzept integriert worden. Zudem entsteht hier die erste Berliner Multifunktionsfläche, in der ein Landschaftspark schon während der Planung in das Regenwasserkonzept integriert wird.