Unterm Pflaster liegt nicht nur Sand: Bodenschutz und Altlasten
10:00-12:00 Uhr
Der Untergrund der Stadt ist komplex: Viele Flächen in Berlin sind durch frühere Nutzungen geprägt – durch Auffüllungen, Altablagerungen und sonstige Kontaminationen. Diese Altlasten und Bodenveränderungen können eine Herausforderung darstellen, wenn Flächen entsiegelt, Regenwasser versickert oder neue blau-grüne Infrastrukturen geschaffen werden sollen.
In der 19. Ausgabe unserer Berliner Regenreihe widmen wir uns daher dem Thema Bodenschutz und Altlasten. Welche Anforderungen bestehen beim Umgang mit belasteten oder anthropogen veränderten Böden? Wie greifen Bodenschutz und Stadtplanung ineinander? Und welche Abläufe und Zuständigkeiten sind bei Planung und Umsetzung von Maßnahmen zu beachten?
Die Veranstaltung gibt Einblicke in die Berliner Bodenschutzkonzeption, erläutert Zuständigkeiten und Verfahren auf Senats- und Bezirksebene und stellt aktuelle Praxisbeispiele aus Planung und Umsetzung vor.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Mitarbeitende der Berliner Verwaltung sowie an Fachplaner:innen, die sich mit Regenwasserbewirtschaftung, Entsiegelung und klimaangepasster Stadtentwicklung beschäftigen.
Themen und Inhalte
Bodenschutz und Altlastenbearbeitung in Berlin – Unverzichtbar für eine klimagerechte Stadtentwicklung
Ein Überblick über die Aufgaben und Zuständigkeiten des Bodenschutzes auf Senatsebene: Welche Altlastensituationen sind in Berlin typisch? Wie funktionieren die Abläufe und Schnittstellen zwischen Bodenschutz und weiteren Fachbereichen? Vorgestellt werden zudem zentrale Aspekte der Berliner Bodenschutzkonzeption sowie Herausforderungen im Spannungsfeld von Stadtentwicklung, Boden- und Trinkwasserschutz.
Entsiegelung von urbanen Böden – Gut fürs Klima, schlecht fürs Grundwasser? Handlungsansätze im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf
Wie lassen sich Vorhaben zur Entsiegelung und Flächenversickerung im öffentlichen Raum fachlich und organisatorisch umsetzen, sodass auch dem Grundwasserschutz Rechnung getragen wird? Vorgestellt wird ein prozessuales Vorgehen zur Planung und Abstimmung solcher Maßnahmen sowie Einblicke in laufende Projekte.
Praxisbeispiel aus Neukölln: Planung, Abstimmung und Bodenuntersuchungen
Anhand eines aktuellen Projekts aus Neukölln wird der Planungs- und Abstimmungsprozess zwischen Straßen- und Grünflächenamt sowie Umwelt- und Naturschutzamt dargestellt. Thematisiert werden unter anderem Anforderungen an Bodenuntersuchungen sowie Kostenaspekte bei Beprobung und Bodenaustausch.
Referent:innen
- Amalie Lauer-Jantz, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Referat II C „Bodenschutz, Boden-, Altlasten- und Grundwassersanierungen“
- Dr. Christian Menz, Umwelt- und Naturschutzamt Charlottenburg-Wilmersdorf – Gruppenleitung Boden- und Gewässerschutz
- Marcel Jenisch, Straßen- und Grünflächenamt Neukölln
- Britta Windler, Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln – Bereichsleitung Boden- und Grundwasserschutz
- Jessica Ecke, Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln – Boden- und Grundwasserschutz
Über die Berliner Regenreihe
Auf Hitze, Trockenheit und Starkregen gibt es eine Antwort: die wasserbewusste Stadt. Mit unserer Veranstaltungsreihe laden wir Grundstückseigentümer:innen, Planer:innen, Angestellte der Verwaltung und die Berliner:innen dazu ein, Themen der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung fachlich zu vertiefen und Fragen der Umsetzung zu diskutieren: mit uns und ausgewählten Expert:innen, alle drei Monate, kostenfrei und digital. Wir freuen uns auf Sie!